Blitzschlag, Donner, Hagel, Sturm – das Wetter wird immer heftiger. Und entsprechend heftiger werden auch die Schäden an Autos und Eigenheimen. Was tun, wenn der Sturm das Dach abgedeckt hat und Hagel den Lack des Wagens ruiniert, sprich wer zahlt Unwetterschäden?
Im Keller steht das Wasser, Ziegel des Daches liegen im Garten verstreut oder ein dicker Ast liegt quer über dem Auto – eine Horrorvorstellung, die im Zuge des immer extremer werdenden Wetters leider keine Seltenheit mehr darstellt. Wer einen Unwetterschaden zahlt, kann man pauschal leider nicht sagen. Fakt ist, dass die meisten Verbraucher in Deutschland deutlich überversichert sind, siehe auch welche Versicherungen brauche ich wirklich. Das heisst aber leider noch lange nicht, dass sie nun im Falle eines Falles rundum geschützt sind und sich entspannt zurücklehnen können. Das Niveau des Schutzes steigt leider nicht mit der Anzahl der Policen, die man abschließt. Es gibt viele Arten von Schäden, die Versicherungen von vorne rein ausschließen – leider meist nur im Kleingedruckten zu finden. Andernfalls kann es sein, dass die Art des Schadens zwar versichert ist, die Deckungssumme aber zu gering gewählt wurde. Und zu guter Letzt wird die Versicherung vor Ausschüttung der Versicherungssumme noch exzessiv prüfen, ob der Versicherte nicht doch am Schaden selber schuld ist, beziehungsweise einen Fehler gemacht hat.
Wer zahlt Unwetterschäden? Das kommt auch auf die Stärke des Unwetters an. Nehmen wir das Beispiel Sturm: Deckt dieser ein Dach ab oder zerstört den Schornstein so zahlt die Versicherung – wenn es ein Sturm ab Windstärke 8 (61 km/h) war. Blies das Lüftchen lauer und das Dach würde trotzdem abgedeckt, schaut man in die Röhre. Doch gerade Hausratpolicen haben auch ihr Gutes und zahlen einige Dinge, mit denen man gar nicht rechnen würde: Zum Beispiel aufgrund von Unwetter ruinierte Gartenmöbel oder kaputter Markisen. Unbedingt im Schadensfall direkt nachfragen, ob die Kosten übernommen werden. Nicht warten, denn Schadensfälle müssen direkt gemeldet werden um eine Chance von finanziellem Ausgleich zu haben.
Wer zahlt Unwetterschäden? Keiner, wenn man selbst unaufmerksam ist: Dringt so bei einem Unwetter beispielsweise Wasser ins Haus ein, weil man ein Fenster offen ließ oder aber das Cabrio läuft voll, weil man das Verdeck nicht geschlossen hat, so sieht man keinen müden Cent .. Die Teilkasko der Autoversicherung übernimmt aber – ebenfalls ab Windstärke 8 – alle am Auto durch Unwetter entstandenen Schäden. Fahrlässigkeiten werden natürlich auch hier nicht geduldet: Wer sein Auto an einem Flussufer parkt und trotz eingehender Warnungen durch Polizei und Co. vor Überschwemmungen den Wagen nicht wegfährt, der bekommt den entstandenen Schaden durch Überflutung nicht ersetzt. Wer zahlt Unwetterschäden? Extreme Naturgewalten, wie beispielsweise Hochwasser, müssen gesondert abgedeckt werden – sie sind nicht in der Hausrat – oder Gebäudeversicherung enthalten. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt meist nur Schäden durch Gewitter, Brände, Sturm. Hagel, Explosionen und Leitungswasser – keine Überflutungen von außerhalb.
Wer also in einem Risikogebiet nah am Wasser wohnt, der sollte den Versicherungsschutz unbedingt dahingehend aufstocken. Wer zahlt Unwetterschäden? Habt ihr noch Tipps für einen sinnvollen Versicherungsschutz?
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